Montag, 28. Juli 2025

Willkommen in Wiesbaden!

Hallo zusammen!

Für den letzten Teil des Portfolios, in dem es um Linguistic Landscaping (die Beobachtung der Nutzung von Sprache(n) im öffentlichen Raum) gehen soll, war ich lange auf der Suche nach drei passenden Bildern. Als ich dann vor ein paar Tagen am Wiesbadener Hauptbahnhof aus der S-Bahn stieg, fielen mir jedoch sofort drei Schilder ins Auge, die wir uns an dieser Stelle kurz anschauen möchten.

Sonntag, 27. Juli 2025

Die Sichtbarkeit von Subkulturen durch Sprachspiele

Was mich schon immer fasziniert hat und was ich sowohl in der Sprachwissenschaft als auch in der Literaturwissenschaft gerne erforsche, ist das Spielen mit Sprache. Oft werden beiden Disziplinen hinterhergerufen, dass sie trocken, theoretisch und ernst seien, was sicherlich auch ein Körnchen Wahrheit beinhaltet. Außenvorgelassen wird jedoch ein Element, das in fast jeder Wissenschaft zu finden ist: Leichtigkeit, das Spiel, der Spaß an und mit dem Medium.

Die drei Bilder, für die ich mich entschieden habe, sind alle in Berlin Juli 2025 entstanden. Die Idee dabei war, verschiedene Subkulturen, die durch Sprachspiele sichtbar gemacht werden, aufzuzeigen und zu analysieren; zu schauen, was mit der Modifizierung der originalen Schilder bzw. dem Hinzufügen neuer Zeichen ausgesagt wird.

Donnerstag, 10. Juli 2025

Schwäbisch als Unkraut? Wie wir über Dialekte sprechen

Hallo liebe Menschen!

Eine der zentralen Messages, die ich bisher aus meinem Studium mitgenommen habe, ist, dass es in der Sprachwissenschaft erstmal gar nicht so sehr darum geht, ob es etwas richtig oder falsch ist. Vielmehr wird sich in der Linguistik damit beschäftigt, wie sich Sprache verändert, wie sie reglementiert wird, welche Annahmen Sprecher:innen über Sprache(n) haben. Gerade in der Soziolinguistik wird deshalb viel hinterfragt – und Diskurse darüber, wie Menschen zu sprechen haben, werden in diesem Rahmen genauso unter die Lupe genommen wie zum Beispiel die Tatsache, dass der Nutzen von dem Genitiv im Deutschen immer weiter zurückgeht – und dass sich sehr viele darüber ziemlich aufregen. Die Sprachwissenschaft ist zum Großteil deskriptiv, also beschreibend – die Anzahl der Linguist:innen, die lautstark den Niedergang der schönen deutschen Sprache beklagen, dürfte sich daher naturgemäß in Grenzen halten. Und nein: Auch wenn die Generationen Z und Alpha eins mit ihren überdimensionierten Handybildschirmen werden und nur noch in für ältere unverständlichen Anglizismen und Memes kommunizieren (irony off), wird die deutsche Sprache nicht aussterben. Denn sie verändert sich – wie auch alle anderen natürlichen Sprachen – ganz naturgemäß im Laufe der Zeit. Aber was ist das denn eigentlich, die deutsche Sprache? Und was ist sie nicht?

Es soll in diesem Beitrag um die Frage der Grenzziehung gehen – und um die Frage nach richtig und falsch: Wie nennen wir diese gelbe Masse aus pürierten Kartoffeln? Ich wäre für Kartoffelbrei, meine Großmutter hätte wohl Stopfer g’sackt – Verzeihung, gesagt. War das gerade noch Deutsch?

Sonntag, 6. Juli 2025

Bitte wenden Sie sich an das zuständige Amt — Mehrsprachigkeit in Institutionen

Laut dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) wurden 2024 insgesamt 250.945 Asylanträge in Deutschland gestellt, 229.751 davon Erstanträge. Das bildet im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang von 30,2% (anders als einige Medien und Politiker:innen es gerne darstellen wollen würden). Die Gründe für eine Asylantragstellung sind vielfältig, der Antrags- und Entscheidungsprozess teils langwierig. Obwohl die Asylbewerbenden nicht nach Nationalität in die Bundesländer eingeteilt werden, werden 80% der Asylanträge von Kolumbianer:innen in Nieder-sachsen bearbeitet, unter anderem der von Jakob* (Name geändert). Trotz dessen wird weder in den bürokratischen Prozessen in Niedersachsen noch in den anderen Bundesländern auf die sprachlichen Fähigkeiten und Bedürfnisse der Asylbewerbenden eingegangen. Anhand der Erfahrung von Jakob möchte ich im Folgenden erläutern, wie Machtverhältnisse, Dynamiken und Hindernisse durch Institutionen wie dem BAMF oder den Ausländerbehörden kreiert werden und wie sich diese auf die Menschen auswirken.

Donnerstag, 3. Juli 2025

Edekas bevorzugte Zielgruppe

[Linguistic Landscapes]


Edekas gibt es in ganz Deutschland. Und wie bei (fast) jeder Supermarktkette will man der jeweiligen Zielgruppe das Gefühl geben, dass man hier alles bekommen kann, was man will und braucht. Der Supermarkt soll zu einem zweiten Zuhause werden, und das versucht man durch Werbung und Plakate mit passenden Slogans zu erreichen.

Ich habe mich im Rahmen der Aufgabe 2 für Bilder entschieden, die genau diesem Prozess folgen.

1.4. Halluzinationen und Bullshit

  Dieser Eintrag ist Teil eines Portfolioprojekts namens Mensch, Maschine und Sprache. Wenn ihr mehr darüber wissen wollt, schaut mal rechts...